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Wissenswertes

 

Sommerzeit – Hitze – Durst, wie können Kinder (und Erwachsene) ihren Durst am besten stillen?

 

Durst ist bereits ein Zeichen, dass der Körper ein Defizit an Wasser hat. Folgen wie nachlassende körperliche und geistige Leistungsfähigkeit treten bereits bei geringfügigem Wassermangel auf, mit dem schon zu rechnen ist, wenn mehrere Stunden nichts getrunken wird.Konzentrationsfähigkeit und körperliche Gesundheit hängen damit ganz wesentlich auch von einer ausreichenden Wasserversorgung ab. Die beste Gegenmaßnahme ist natürlich eine ausreichende Zufuhr von Wasser – nur für Wasser gibt es einen tatsächlichen Bedarf, andere Inhaltsstoffe in Getränken sind geschmackliches Beiwerk. Dies fördert häufig die Attraktivität von Getränken. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass unnötige oder gar ungünstige Inhaltsstoffe gar nicht oder nicht allzu oft enthalten sind.

Am wichtigsten sind hier die einfachen Zucker zu nennen, ob es nun der Haushaltszucker, Traubenzucker oder Fruchtzucker ist. Wenn auch letzter beiden häufig ein besseres Image haben, weil sie als „natürliche Zucker“ beworben werden, bieten sie keinerlei Vorteile gegenüber dem Haushaltszucker, der übrigens genauso natürlich ist!

Problematisch ist in erster Linie der hohe Energiegehalt und damit das Risiko einer zu großen Energieaufnahme, da Getränke weniger sättigen und in der Regel eine hohe Energiezufuhr über Getränke nicht durch eine geringere Energiezufuhr über andere zuckerhaltige Lebensmittel ausgeglichen wird. Gleichzeitig liefern diese energiereichen Softdrinks keine Vitamine und Mineralstoffe, das bedeutet, dass den Kindern Energie für Lebensmittel fehlt, die ihnen diese liefern wie z.B. Obst, Getreideprodukte.

Ein Ersatz durch vermeintlich „gesündere“ Zuckeralternativen wie Sirupe, Honig etc. liefern ebenso viele einfache Kohlenhydrate und kaum nennenswerte Nährstoffe, die sie aufwerten würden. Zuckerhaltige Getränke tragen wesentlich zu einer erhöhten Energiezufuhr bei und sind damit vermutlich ein bedeutender Risikofaktor für die Entstehung bzw. Förderung von Übergewicht. Vielfach werden auch Getränke mit wenig oder gar ohne Kalorien angeboten, die allerdings nicht weniger süß schmecken – hier werden in erster Linie Süßstoffe eingesetzt. Problematisch bleibt der Genuss solcher Getränke trotzdem, da die Kinder weiterhin an hohe Konzentration von „Süß“ gewohnt bleiben, nachdem das Geschmacksempfinden nicht sensibilisiert wird. Somit werden Kinder, die immer stark gesüßt trinken – ob mit oder ohne Kalorien – auch ansonsten höhere Zuckerkonzentrationen benötigen, um ein Lebensmittel attraktiv bzw. als süß zu empfinden.

Der beste Durstlöscher ist also nach wie vor Wasser (bieten Sie mal stilles Wasser an, das trinkt sich häufig leichter als kohlensäurehaltiges), auch ungesüßte Früchte- und Kräutertees können ohne Bedenken getrunken werden. Bei Fruchtsaftschorlen sollte der Fruchtsaft maximal ein Drittel ausmachen, besser noch weniger. Bereits fertig gemischte Saftschorlen sind deshalb nicht empfehlenswert, da sie meist mindestens 50 % Fruchtsaft enthalten. Aber Fruchtsaft pur enthält eine ganze Menge Zucker, genauso wie Fruchtnektar, Fruchtsaftgetränke und Limonaden! 1 Glas Apfelsaft enthält 22g Zucker, 1 Glas Limonade, Cola, Fruchtsaftgetränk oder Eistee zwischen 20 und 24g Zucker!

Das entspricht übrigens ca. 7-8 Stücken Würfelzucker – das kann man den Kindern gut zeigen, denn wer kann sich das schon vorstellen, wenn man den Zucker nicht mehr sieht? Eine fertige Apfelsaftschorle ist mit 11g Zucker pro Glas immer noch viel zu energiereich, um als vernünftiger Durstlöscher gelten zu können!

Also lieber selbst mischen! Ein Tipp: Die gewohnte Mischung im Laufe mehrerer Tage/Wochen allmählich immer mehr verdünnen. So können die Geschmacksknospen sich allmählich umgewöhnen und sind in der Lage, aus der geringeren Konzentration mehr Geschmack wahrzunehmen. Die Kinder akzeptieren eine allmähliche Umstellung leichter, da nie eine plötzliche Reduktion des Süßgeschmacks stattfindet. Auf Dauer reicht dann eine geringe Menge „Geschmack“. Für Trinkmuffel können auch wasserreiches Obst und Gemüse wie Gurke, Tomate oder Melone gut die Wasserzufuhr ergänzen. Insgesamt sollten Kinder je nach Alter zwischen 0,8-1,5l Wasser täglich zu sich nehmen, der restliche Bedarf kann über Nahrungsmittel gedeckt werden. Kinder sollten rechtzeitig, was bedeutet auch ohne Durst immer wieder trinken – deshalb ist es wichtig, dass geeignete Durstlöscher immer bereitstehen. Wenn getobt, gespielt und gesportelt wird – und das vielleicht noch bei großer Wärme – dann brauchen die Kinder noch mehr Flüssigkeit, weil der Körper dann noch mehr Wasser verliert!

Verfasser: Dr. Muhr-Becker Daniela, Gut Moritzbrunn, 85111 Adelschlag, Tel: 08421-9098940

 

 

Rund ums Ei

Wissenswertes über Frische und Qualität
(aid)
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"Woran erkenne ich, wie frisch ein Ei ist?", ist eine Frage, die sich Verbraucher beim Einkauf unterwegs, aber auch häufig zu Hause am Kühlschrank stellen. Im Handel ist ein Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Eierverpackung oder auf einem Schild bei der Ware anzugeben. Es beträgt maximal 28 Tage nach dem Legen.
"Eier, die während der ersten neun Tage nach dem Legedatum in den Handel kommen, dürfen als Güteklasse A \\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\'extra frische Eier\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\\' verkauft werden. Diese eignen sich besonders für Cremes und Süßspeisen. Laut Hühnereiverordnung sind Eier innerhalb von höchstens 21 Tagen nach dem Legen an den Verbraucher abzugeben", weiß Ökotrophologe Harald Seitz vom aid infodienst aus Bonn.
Ab dem 18. Tag nach dem Legedatum dürfen Eier nur noch gekühlt im Handel angeboten werden. "Auch Verbraucher sollten beim Einkauf darauf achten, dass sie die Kühlkette nicht unterbrechen. Besonders in der wärmeren Jahreszeit empfiehlt es sich, eine Kühltasche mit zum Einkaufen zu nehmen oder zumindest keine großen Umwege bis zum heimischen Kühlschrank zu machen", so Seitz. Ab dem 22. Tag nach dem Legedatum dürfen die Eier nicht mehr an den Verbraucher verkauft werden.
Eier, die älter als 28 Tage sind, sollten nur noch gut durcherhitzt gegessen werden. "Zu Hause sollten Eier grundsätzlich bei 5 bis 8 Grad Celsius aufgehoben werden. Gut geeignet dafür ist das Eierfach in der Türseite des Kühlschranks", so Seitz. Oftmals haben Verbraucher den Eierkarton mit dem Mindesthalt barkeitsdatum nicht aufgehoben und wissen nach geraumer Zeit nicht mehr, wie frisch die eingekauften Eier sind. Für diesen Fall empfiehlt der Ökotrophologe, das Ei entweder aufzuschlagen oder es in ein durchsichtiges Gefäß mit Wasser zu geben. "Bei einem frischen aufgeschlagenen Ei umschließt das Eiklar hochgewölbt den Dotter. Bei einem älteren Ei ist das Eiklar dünn und fließt beim Aufschlagen auseinander. Bei der Frischeprobe in einem Gefäß mit Wasser schwimmt ein frisches Ei unten auf dem Grund. Je älter das Ei ist, desto höher steigt es", so Seitz. Letzteres hat wenig mit Zauberei zu tun und ist ganz einfach zu erklären: Mit zunehmendem Alter des Eies vergrößert sich die Luftkammer im Inneren des Eies, da während der Lagerung Wasser durch die Poren der Schale verdunstet.
Ira Schneider,
www.aid.de

Glaubwürdige regionale Produkte

Die Zeitschrift Öko-Test hat in ihrer September-Ausgabe(Nr.09/2011) regionale Lebensmittel unter die Lupe genommen. Sie berichtet, der Kauf von regionalen Produkten sei zumeist rausgeschmissenes Geld, wobei sie bei vielen getesteten Artikeln der Lebensmittelindustrie recht hat. Leider wird im Test aber mit falschem Maß gemessen

und Birnen mit Äpfeln verglichen. Zu Unrecht werden glaubwürdige  Regionalvermarktungsinitiativen mit eindeutigen Mogelpackungen des Handels und der Industrie auf eine Stufe gestellt.
 
 

Kakao - Die "Speise der Götter" : Neuer aid-Hörfunkbeitrag

(aid) - Der Kakaobaum ist verantwortlich für den blumigen Beinamen: Theobroma stammt aus dem Griechischen, ist die botanische Bezeichnung für eben diesen Baum und heißt übersetzt "Speise der Götter". Kakao als Getränk hat in der Tat eine lange Geschichte und auch heute noch umweht ihn ein Hauch von Luxus; nicht zuletzt, weil der Genuss immer mit der ein oder anderen Kalorie verbunden ist. Der neue aid-Hörfunkbeitrag "Kakao - Die Speise der Götter" erklärt unter anderem die Herkunft des Kakaos, die verschiedenen Angebotsformen und Zubereitungstricks.

Unter www.aid.de/presse/hoerfunkbeitraege.php steht der Beitrag direkt als mp3-Datei zum Anhören oder Herunterladen bereit. Ebenso finden Sie hier das Text-Manuskript als PDF-Dokument.

Zimt: ein Gewürz wie ein Hauch Orient

Die Weihnachtszeit ohne Glühwein, Lebkuchen und Zimtsterne für viele undenkbar. Zimt stammt ursprünglich aus Ceylon, heute Sri Lanka. Zimt wächst an Bäumen, nicht als  Frucht,sondern als dünne Innenschicht der Rinde. Zimt gehört zur Familie der Lorbeergewächse.

Zur Gewinnung von Zimt werden aber nur wenige Arten herangezogen. So vom echten Zimtbaum aus Sri Lanka, der zwölf Meter hoch wird und das feinste Aroma hat. Die billigere Zimtvariante stammt aus Südchina, der sogenannte Cassia-Zimt. Zimt ist gesund. Er ist gut für den Magen und regt die Verdauung an. Zimt wirkt sich auch positiv auf die Insulin- und Cholesterinwerte aus.

Aber Zimt enthält auch Cumarin und ist deshalb im Gespräch.

Was ist Cumarin?

Cumarin ist ein natürlicher Aroma- und Duftstoff, den viele Pflanzen enthalten. In höheren Konzentrationen kommt er in Zimtsorten vor, die unter dem Begriff Cassia-Zimt  zusammengefasst werden, aber auch z. B. in Waldmeister. Cumarin ist in beiden Zimtsorten enthalten. Cumarin hat gerinnungshemmende Eigenschaften. Deshalb sollten
Kinder bis 15kg Körpergewicht bei gekaufter Weihnachtsbäckerei höchstens 6 Zimtsterne oder 100g Lebkuchen essen. Für die häusliche Bäckerei empfehlen wir ausschließlich
gemahlenen Stangenzimt zu verwenden.

Cassia-Zimt enthält 2g Cumarin pro kg.
Ceylon Zimt nur 0,02g pro kg.

Für den Verbraucher ist es deshalb wichtig, beim Einkauf darauf zu achten, was er kauft. Steht nur Zimt drauf, ist es meist Cassia-Zimt. Ceylon-Zimt steht auf der Vorderseite der Verpackung.

Bezugsquellen in Ingolstadt:

ALNATURA (Donau-City-Center) Im Gewürzständer „Lebensbaum“ gibt es gemahlenen Ceylon-Zimt.
Welt-Laden, Sauerstraße Ingolstadt hier gibt es gemahlenen Stangenzimt aus Madagaskar.

Zimtsterne - leckere Weihnachtsbäckerei